Am kalten Markt

by GROW GROW

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nicolas_reibnitz
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nicolas_reibnitz Dass Grow Grow was ganz besonderes sind, merkt man innerhalb kürzester Zeit. Die Stücke sind nicht nur untereinander sehr abwechslungsreich und fantasievoll, sondern sorgen auch jedes für sich, mit plötzliche Kehrtwendungen in der Stimmung, immer wieder für Überraschungen. Mir gefällt dabei besonders die clevere Kombination aus Gesang, Samples und Instrumental-Passagen.
Die letzte 'Punk- und Post-Rock' Band, die mich inhaltlich und musikalisch so vom Hocker gerissen hat wie Grow Grow heute, waren die Boxhamsters in den frühen 90ern! Und die begleiten mich heute noch.

Unbedingt zu empfehlen! Favorite track: Hans & Marie.
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about

REVIEWS:

OX Fanzine

Indem sie ihr musikalisches Spektrum um viel mehr Noiserock erweitert haben, setzen GROW GROW aus Berlin mit „Am kalten Markt“ noch mal eins auf den Vorgänger „Buffet D’Or“ drauf. Geblieben sind der Charme und die Wut von Großstadt-Screamos der alten Schule und damit auch irgendwie eine ganze Menge. Für Songs wie den Openener und gleichzeitig auch Titeltrack wäre die Post-Hardcore-Schublade zu klein. Das klingt hier eher nach Dischord als nach Equal Vision und führt GROW GROW auch irgendwie auf die Gewinnerstraße. Inhaltlich bleiben sie sich treu und damit kritisch. Musikalisch wagen sie es sich stellenweise Krautrock-Anleihen einzustreuen. Das ist gut, das funktioniert. Vielleicht nicht in den großen Hallen. Dafür aber wenigstens im Herzen. 7/10
Sebastian Wahle


TRUST Fanzine

Diesmal kein Wachstum - zumindest quantitativ. Nachdem das Debüt von Grow Grow aus Berlin auf CD erschienen war, folgte eine 10“ und zuletzt ein klassisches Langspielformat. Immerhin: das neue Werk steckt nun in einem Aufklappen-Cover. Statt aber mit einer Live-Doppel-LP nachzulegen, bauen Grow Grow ihren Noise Rock lieber inhaltlich weiter aus. Wo schon beim Debüt vor etwas sieben Jahren Bands wie Jesus Lizard Pate standen, sie selbst nennen obendrein auch Shellac, Ten Volt Shock, Fugazi und andere, geben sie ihren Songs heute mehr Luft zum Atmen. Was hier unter anderem den Texten zugute kommt, die, das lässt schon der Albumtitel erahnen, ihren Frieden mit den Verhältnissen keineswegs gemacht haben. Lyrisch sind die Berliner deshalb expliziter als die meisten der erwähnten Bands und auch als die Rauhut-Bands, an die man sich ansonsten ab und an durchaus erinnert fühlen darf. Nach wie vor setzen Grow Grow übrigens auf Autarkie und veröffentlichen in Eigenregie. Das auffällig schlichte Cover ist dabei aber wohl kein Ausdruck mangelnder kreativer wie ökonomischer Mittel, sondern eher eine ästhetische Entsprechung zum Titel. Auch das wieder eine wirklich gute Platte. (stone)


Flight13 Record Store

Tolles Klappcover, Beiblatt, Sticker. Der Wahnsinn hat Programm. Es ist schwer sich dieser Berliner Noiserock-Manie zu entziehen. Man könnte auch sagen: vergiss die Stuttgarter Jungs, lass dich von den Hauptstadtveteranen in die 90er tragen; alt geworden vielleicht, aber nicht zahm und noch weniger geglättet. Grow Grow sind die letzte Bastion der nachdenklichen, destruktiven Wut in Text und Klang. Und die letzte Band am Rand der Rockmusik: das Trio agiert abwechslungsreich, unmodern, dringlich und mysteriös als gebe es keinen Morgen. Sondern ist gefangen in den selbstzerfleischenden 90ern: Shellac-Riffs, Jesus Lizard-Kaputtheit, Fugazi-Gefrickel und At The Drive In-Hypermanie mit abwechslungsreichen Surrogat-Übergeschnapptheiten. Schreiend, brachial, dynamisch und hinwegrollend wie eine Planierraupe. Und doch mit konfuser Ruhe vor dem Feedback-Sturm. Grow Grow lernen nichts Neues und das ist gut so. Ihr bestes Album so far.


Gerdas Tanzcafe

Ich habe Grow Grow bereits mit ihrem tollen Vorgänger-Album "Buffet D'Or" vorbehaltslos kennenlernen dürfen. Ein Glücksfund, wenn man so will. Ganz so unbefangen konnte ich dem neuen Album der Berliner nicht mehr entgegnen, auch, weil der Band inzwischen namenhafte Referenzen anhaften. Und wahrscheinlich ist es ähnlich wie beim Prinzip des Weißen Rauschens oder etwa bei der düsteren Legende um den Pink Floyd-Song "Another Brick In The Wall": mensch hört, was mensch hören will und manchmal auch das, was andere einem vorgeben. Mittlerweile bin auch ich der Meinung, in den unprätentiösen Post-Punk-Passagen eine Menge Dackelblut wiedererkennen zu können, in den noisig-zerfahrenen Momenten The Jesus Lizard durchblitzen zu sehen und in den vertrackten Post-Hardcore-Eruptionen unweigerlich an At The Drive-In denken zu müssen. Kurzum: "Am kalten Markt" ist ein nostalgisches 90er-Jahre-Überraschungspaket geworden.
Grow Grow lassen sich aber keineswegs nur anhand dieser Referenzschlacht erklären. Vielmehr liegt die Faszination an der meines Erachtens nach einzigartigen Kombination dieser Stile und die damit erzeugte analoge, morbide Grundstimmung. In den melancholischen, von dem manischen Schlagwerk gelenkten Gitarrenläufen, schwingt tief verwurzelte Düsternis mit, wie sie den Post-Punk durch die 80er-Jahre begleitete. Das inbrünstige Geschreie und die zynischen Lyrics spucken dazu verachtende Rebellion und anarchische Unbekümmertheit aus und setzen mit Zitatsprenklern einige gezielte Flashbacks. Der aufdringliche Post-Rock-Gedanke in den mäandernden Songs "Am kalten Markt", "Du musst Batman sein", "Deine Mutter und dein Vater" und "Hans & Marie transportiert trotz der epischen Loops dermaßen viel Schmiss, dass er der Hörerschaft zumindest ein dezentes Kopfnicken abverlangen kann.
Bleibt nur die Frage, warum ich bei "Wenn wir uns sehen" immer unweigerlich an Rammstein denken muss?! Das ist keine Kritik, sondern nur einer von vielen Gedanken, die "Am kalten Markt" zu einem der interessantesten Alben der Neuzeit auszeichnet.


Manierenversagen Blog

Wusstet ihr eigentlich, dass man, wenn der hippe Lifestyle-Scheiß aus Hamburg mit der spießigen Kehrwochen-Romantik Stuttgarts gepaart wird, einen ziemlich exakten Durchschnitts-Berliner erhält?
Tja. Wieder was gelernt. Die Typen von Grow Grow können da ein Lied von singen. Und tuns auch gar nicht mal so schlecht. Zumindest verbinden sie auf ihrem neuen Album die besten Elemente des Stuttgarter Noise mit den ganzen exquisiten Einflüssen von Jens Rachut-Bands.

Heraus kommen 3 bis 8 Minuten Songs, die ein bisschen Shellac, Dackelblut, Fugazi, Oma Hans, Jesus Lizard und Blumen am Arsch der Hölle im Herzen tragen. Also wenn das keine Referenzen sind, mit denen man sich schmücken kann, dann weiß es ich auch nicht.

Die drei Berliner von Grow Grow haben auf jeden Fall seit 10 Jahren ihren Stil der 90er Jahre-Best-of-Gitarre weiterentwickelt und nun ihr zweites sehr gutes Album in limitierter Form veröffentlicht. Schon im April sind die 200 Dinger auf den Markt geworfen worden, aber es gibt bestimmt noch ein paar – die sind mit 18€ ja auch nicht gerade günstig für eine deutsche Platte. Wieso eigentlich? War das Artwork wirklich so teuer?

Interessant. Sollte man sich unbedingt live antun. Vielleicht mit einem Bombay East Gin auf türkischer Minze. Aber nur einer – man muss ja noch mitm Daimler hoim fahra.


X-Mist Records

Das zweite Album des Berliner Trios, das sich im Spannungsfeld zwischen Post-Hardcore und Indie-Rock bewegt. Das erinnert einerseits an die Dischord Bands der 90er (FUGAZI, GIRLS vs. BOYS, SOULSIDE, etc.), wie auch andererseits an deutsche Bands wie z.B. TELEMARK, OMA HANS oder auch die BOXHAMSTERS.

credits

released April 1, 2019

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GROW GROW Berlin, Germany

Live Dates:
08.6.2019 @Make Noise Fest #2 in Angresse (FR)
12.07. w/ Varan in Bautzen (DE)
26.07 Record Release Show w/ Octo @Schokoladen Berlin (DE)

Grow Grow is a loud intense noisey rock band from Berlin, Germany. They love the sound of the 90ies that typical labels like Dischord or Touch & Go are known for. Grow Grow's music is often influenced by other genres like hardcore, post-rock, etc.
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Track Name: Deine Mutter und Dein Vater
DEINE MUTTER UND DEIN VATER

Deine Mutter und Dein Vater
jubeln dir vom Spielfeldrand zu.
Aus dem Jungen wird mal was Großes.
Man sieht's am Schwung und der sportlichen Figur.

Deine Mutter und Dein Vater
bereiten Dir Deine Lieblingsspeise zu.
Lang nicht gesehen, bringst Du den Müll bitte runter?
Mach dich nützlich und zeig uns dein Talent!

Tanz den Eltern-Limbo!
Do the parents' foxtrott!

Deine Mutter und Dein Vater
kaufen Dir eine Wohnung in der Stadt.
Nach der Uni übernimmst Du die Firma.
Mach keine Dummheit und beschäme uns nicht!

Tanz den Eltern-Limbo!
Do the parents' foxtrott!

Deine Mutter
Dein Vater

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